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Vietnam von Hanoi bis Phu Quoc

Drei Wochen von Nord nach Süd im Dezember 2008. Unsere Visa on arrival und die Inlandsflüge haben wir günstig im Internet unter vietnam-destination.de gebucht. Der Service und die Abwicklung waren einwandfrei.

Unser Flug ging von Frankfurt nach Singapore, wo wir über das Singapore Airlines Stopover-Programm eine Nacht blieben, bevor es am nächsten Tag weiter nach Hanoi ging.

Wir wohnten im Hanoi Lucky I Hotel in der Nähe der St. Josephskirche. Das zentral gelegene Hotel ist schon ein wenig in die Jahre gekommen, war aber sauber und bot einen freien Internetzugang. Der Chef und das Personal sind sehr freundlich.

Wir mieteten uns ein Cyclo und haben eine Besichtigungstour unternommen. Altstadt, Hoan Kiem See, Literaturtempel, Armeemuseum und plötzlich standen wir im Ho Chi Minh Mausoleum vor Onkel Ho's konservierter Leiche! Die Altstadt Hanois ist ein Gewirr von engen Gassen. Auf den Bürgersteigen wird gekocht, gegessen, gearbeitet und Waren verkauft, das alles zwischen tausenden von Mopeds - man wird von den Eindrücken fast erschlagen!

Von Deutschland aus haben wir eine zweitägige Tour in die Halong Bucht auf der Red Dragon Junk gebucht. Das Boot ist für maximal 10 Passagiere ausgelegt, wir waren aber nur zu sechst. Dafür war das Personal zu neunt (Käpt'n, Tourguide, Barkeeper, Mechaniker, zwei Köche und 3 Bedienungen). Wir waren begeistert! Die Tour war nicht günstig, aber man bekam etwas geboten. Die Red Dragon fährt in einen ruhigeren Teil der Halongbucht, abseits der Hauptroute der anderen Boote.
Wir wurden von vorne bis hinten "gepampert", es gab dauernd was zu Essen und die Bar war gut sortiert. Wenn wir nicht gerade etwas gegessen oder getrunken haben, besichtigten wir eine Tropfsteinhöhle, paddelten mit dem Kajak um einen Felsen und besuchten ein Fischerdorf, in dem die Einwohner auf Hausbooten leben. Die Fahrt durch diese beeindruckende Landschaft war ein Erlebnis!

Nach diesem Highlight sind wir nach Da Nang in die Mitte Vietnams geflogen, Da Nang ist eine Großstadt, und war im Vietnamkrieg ein Militärflughafen der Amerikaner. Am China Beach in der Nähe verbrachten die Soldaten ihre Kurzurlaube von den Einsätzen, immer beobachtet vom Vietcong auf den nahegelegenen Marmorbergen, fünf Kalksteinkegel die hier aus der Landschaft ragen. Wir wohnten südlich von Da Nang in einer Kleinstadt namens Hoi An im Greenfield Hotel. Trotz einiger negativen Meinungen im Internet waren wir zufrieden. Die Zimmer sind frisch renoviert und das Personal ist freundlich. Es liegt nur etwas außerhalb, bis ins Zentrum läuft man ca. 20 Minuten.
Hoi An hat eine schöne Altstadt die von der Unesco als Weltkulturerbe eingestuft wurde. Jede Seefahrernation die hier an Land ging, hat ihre Einflüsse hinterlassen, Chinesen, Japaner, Portugiesen, etc. Mit Thomas Weingärtner, einem Deutschen der nach Hoi An ausgewandert ist und dort als Tourguide arbeitet, unternahmen wir einen Ausflug zu den Marmorbergen und auf den Wolkenpass, der die Wettergrenze zwischen Nord- und Südvietnam darstellt.

Von Da Nang ging es per Flugzeug über Saigon für eine Woche nach Phu Quoc, einer vietnamesischen Insel im Golf von Thailand. Der Tourismus auf Phu Quoc steht noch am Anfang. Es ist kein richtiger Geheimtipp mehr, aber auch vom Massentourismus noch nicht voll in Beschlag genommen. Dies wird sich allerdings bald ändern, der Flughafen soll für große Flugzeuge ausgebaut werden, einige Hotels sind am Entstehen.
Wir hatten das Glück, im Sea Star Resort einen Bungalow direkt am Strand zu ergattern. Das Resort hat ein Restaurant mit guter einheimischer Küche, die Bäume und Palmen am Strand spenden Schatten. Hier kann man es aushalten!

Mit dem Propellerflugzeug ging es nach Saigon (Ho-Chi-Minh-Stadt). Der Unterschied zwischen den beiden großen Stadten Hanoi und Saigon könnte unterschiedlicher nicht sein. In Hanoi ist alles eng und verwinkelt und wirkt ein wenig verschlafen, während Saigon weitläufig und in einigen Ecken total modern ist. Unsere Unterkunft war das Blue River Hotel im Backpackerviertel in der Nähe der Pham Ngu Lao Street. Das Hotel liegt in einer ruhigen Seitenstraße etwas abseits des Trubels. Die Zimmer sind hübsch eingerichtet und die hilfsbereite Rezeptionistin Thuy ist sehr freundlich. Wir besuchten den ehemaligen Präsidentenpalast, das Kriegsreliktemuseum, die Kirche Notre Dame und das Hauptpostamt im Zentrum Saigons. Auf der Dachterrasse des Rex Hotels nahmen wir stilecht einen Cocktail zum Sonnenuntergang.

Über Handspan buchten wir von Deutschland aus eine zweitätige Tour ins Mekong-Delta mit Übernachtung bei einer vietnamesischen Familie (Homestay). Wir sind auf verschiedenen Booten durch einige Kanäle geschippert und haben einen schwimmenden Markt besichtigt, auf dem die geernteten Früchte von Boot zu Boot verkauft werden. Übernachtet haben wir im Ba Duc Gästehaus, einem alten französischem Kolonialhaus.

Die Reise nach Vietnam war unser abwechslungsreichster Urlaub überhaupt. Wir waren von den verschiedenen Landschaften und den freundlichen Menschen begeistert!